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Trinkwasser

Zu Hause sind wir es gewohnt, den Wasserhahn aufzudrehen und trinkbares Wasser entnehmen zu können. Das dies so ist, liegt daran, dass unser Trinkwasser zu einem der best überwachten Lebensmittel zählt. Die Wasserwerke kontrollieren das Wasser, bereiten es auf und sorgen so für eine gesunde Qualität. Doch wie sieht es aus, wenn wir unterwegs sind?
In unserem mobilen Heim wird das Wasser in der Regel in mehr oder weniger großen Tanks gelagert und mit Wasser aus der Leitung gefüllt. Man könnte also meinen, wenn das Leitungswasser eine hohe Qualität hat kann ja eigentlich nichts mehr passieren. Leider ist das nicht so. Zum einen können die Tanks und Leitungen schon kontaminiert sein, zum anderen vermehren sich Bakterien und Krankheitserreger in stehendem Wasser sehr schnell. 
Wenn sich ein Bakterium in 20 Minuten einmal teilt, sind es nach 6h schon 262.144 Bakterien - nach 24h sind es 4,72×1021  Bakterien!

Hilft Silber?

Genaugenommen geht es hier um die Silberionen.
Silberionen blockieren die Rezeptoren der Mikroorganismen und stoppen so wichtige Stoffwechselprozesse, so dass sich die Organismen nicht vermehren können. Die positiv geladenen Teilchen greifen die Bakterienzellen an verschiedenen Stellen an und zerstören dabei

  • wichtige Enzyme, die für den Nährstofftransport der Bakterien zuständig sind
  • destabilisieren die Zellmembran, das Zellplasma und die Zellwand
  • und stören die Zellteilung und damit auch die Vermehrung der Bakterien.
Für den Einsatz im Wohnmobil stehen Präparate in flüssiger und in Pulverform zur Verfügung. Aber auch Produkte mit Silber auf Drähten, Keramik und Gewebe können verwendet werden, da das Edelmetall permanent im Wasser Ionen abgibt.

Desinfektionsprodukte

Laut der Trinkwasserverordnung gilt Silber aber nicht als Desinfektionsmittel, sondern als Konservierungsmittel. Zur Desinfektion von Wasser wird daher meistens auf Chlor gesetzt, wobei das Chlor in Form von Chlordioxid oder Natriumhypochlorit zugesetzt wird.
Oftmals werden hier Kombiprodukte verwendet, die sowohl Chlor zur Desinfektion, als auch Silberionen zur Konservierung beinhalten.Neben diesen chemischen Verfahren ist aber auch der Einsatz von UV-Bestrahlung eine wirksame Waffe gegen Bakterien im Trinkwasser. Hierbei wird entweder das Trinkwasser bei der Entnahme an eine energiereiche UV-Röhre vorbeigeführt, die durch die Strahlung die Mikrokeime abtötet oder eine Tauchlampe wird in den Tank gehängt und periodisch eingeschaltet. Idealerweise werden beide Verfahren gleichzeitig eingesetzt.

Viel hilft viel?

Bei dem Einsatz von Desinfektionsmitteln sollte man sich tunlichst an die Herstellerangaben halten. Eine Überdosierung mach das Wasser nicht besonders sauber, sondern führt zu Gesundheitsschäden.
Zur einmaligen Stoßdesinfektion der Tanks und Leitungen kann eine wesentlich höhere Konzentration der Mittel verwendet werden. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass durch die hohe Konzentration die Leitungen und Armaturen nicht beschädigt werden. Dieses Wasser kann dann natürlich nicht verwendet werden und nach dieser Maßnahme sollten alle Leitungen und Tanks mit frischem Wasser gespült werden.
Die erwähnten Maßnahmen helfen allerdings nicht gegen Verunreinigungen durch Schwebstoffe, Kohlenwasserstoffe, Pestizide oder andere den Geschmack beeinträchtigende Chemikalien. Hierzu sind spezielle Filter einzubauen, die diese Anteile aus dem Wasser filtern.