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Ladeverfahren


Zum Aufladen der Akkus gibt es verschiedene Verfahren, die sich nach den Parametern der Akkus und deren Einsatzart richten. Im Wesentlichen werden hier die Konstantstrom-, Konstantspannungs-, Pulslade-, IU- und das UIoU-Verfahren eingesetzt.
Lithium-Ionen-Akkus bedürfen einer besonderen Behandlung und dürfen auf keinen Fall mit den üblichen Ladeverfahren behandelt werden.

Konstantstrom

Wie der Name schon sagt, wird der Akku mit einem konstanten Strom geladen. Eine Messung der Ladespannung ist während des Ladens nicht möglich, daher wird das Ende der Ladephase per Zeit vorgegeben. Nach Ablauf der Zeit wird in eine Erhaltungsladung umgeschaltet. Dieses Verfahren ist veraltet und sollte nicht mehr eingesetzt werden. Eine Überladung bei zu lang eingestellter Zeit schädigt dauerhaft den Akku.

Keinesfalls darf diese Methode für Nickel-Metallhydrid- und Lithium-Akkus angewendet werden. Da diese Akkutypen mitunter sehr empfindlich auf Überladung reagieren. Bei Akkus auf Lithium-Basis kann dies sogar zu Akkubränden bis hin zur Explosion des Akkus führen.


Pulsladeverfahren

Das Pulsladeverfahren ist eine Weiterentwicklung des Konstanstromladeverfahrens. Hier wird der Strom nicht kontinuierlich aufrecht gehalten, sondern wird durch kurze Pausen unterbrochen. In diesen Pausen kann die Ladespannung gemessen werden und dadurch die unterschiedlichen Ladezustände ermittelt werden. Durch eine Variation des Puls-/Pausenverhältnisses (Pulsweitenmodulation - PWM) kann auf die verschiedenen Phasen des Ladezustandes reagiert werden.

Die Erhaltungsladung wird durch Stromimpulse mit langen Pausen realisiert, dadurch wird die Lebensdauer des Akkus verlängert.

Für Akkus auf Lithium-Basis ist auch diese Art des Ladens nicht geeignet. Würde man dennoch versuchen, einen Lithium-Akku mit Konstantstrom zu laden, würde er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal den ersten Ladeversuch überleben.


Konstantspannung

Während der Ladephase wird die Spannung konstant gehalten, dadurch sinkt der Strom mit der Aufladung des Akkus. Am Ende der Ladephase sollte der Strom theoretisch auf Null sinken, allerdings fließt auch durch die Selbstentladung des Akkus weiterhin ein Reststrom.

Zu Beginn der Ladung fließt aufgrund der hohen Spannungsdifferenz zwischen leerem Akku und der anliegenden Ladespannung sehr hohe Ströme, welche den Akku beschädigen können. Aus diesem Grund wird der Strom durch einen Widerstand begrenzt.

Dieses Ladeverfahren ist besonders für Lithium- oder Blei-Akkus gut geeignet, da mit der anliegenden Ladespannung die empfohlene Ladeschlussspannung für den Akkutyp präzise eingehalten werden kann. So wird eine Überladung des Akkus verhindert.

Für Akkus auf Nickel-Basis ist diese Lademethode jedoch wenig sinnvoll, da die Spannung bei ihnen keinerlei Rückschlüsse auf den Ladezustand zulassen.

UIoU-Verfahren

Bei diesem Verfahren werden das Konstantspannungs- und das Konstantstromverfahren kombiniert.
Zu Ladebeginn wird mit einer konstanten Stromstärke geladen. Der Vorteil hierbei ist, dass so die Gefahr einer Beschädigung des Akkus durch zu hohe Ladeströme zu Beginn des Ladevorgangs vermieden wird. 
Sobald die Ladeschlussspannung erreicht wird, schaltet das Ladegerät auf die Konstantspannungsladung um. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Akku nicht durch zu hohe Ladespannung beschädigt wird. Zum Schluss wird auf eine Erhaltungsladung umgestellt, um der Selbstentladung entgegenzuwirken. Durch dieses Verfahren können Akkus optimal und schonend geladen werden. Zudem ist der Ladevorgang sehr schnell.

weitere Verfahren

Neben diesen Verfahren gibt es selbstverständlich noch andere Ladeverfahren oder Kombinationen. Vertrauen Sie hier auf Markenprodukte und die Erfahrung der Hersteller. Dies garantiert Ihnen eine lange Lebensdauer der Akkus.