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PROTOZOEN

(AMÖBENRUHR, GIARDIA, LAMBLIEN, KRYPTOSPORIDIEN)

Protozoen sind tierische Einzeller mit einer Größe von 1 - 15 Mikron*, die wie Bakterien über tierische und menschliche Fäkalien ins Trinkwasser gelangen können.

Zu den Protozoen, die beim Menschen zu Erkrankungen führen, gehört u.a. der Erreger der Toxoplasmose, Toxoplasma gondii. Auch  einige tropische Krankheiten – z.B. die Malaria – werden durch Protozoen verursacht.

Üblich in ungefiltertem Oberflächenwasser. Sie wurden aber auch schon im Trinkwasser gefunden.

Für eine Infektion genügt schon eine einzige Zelle.

(* 1 Mikron = 1/1000 mm)


Bakterien

(E-COLI, SALMONELLEN, CHOLERA, LEGIONELLEN)

Einzeller mit einer Größe von 0,2 - 5 Mikron
Sie vermehren sich rasch in warmer Umgebung und vor allem, je nach Nährstoffangebot im Wasser. Sie werden gefährlich, sobald sie mit menschlichen und tierischen Fäkalien zusammen ins Trinkwasser gelangen.

Zu den bekanntesten Vertretern gehören hier die Legionellen, die hauptsächlich in Warmwasser-Systemen vertreten sind. Lauwarme Temperaturen von etwa 20 bis 50 Grad Celsius sind für diese Stäbchenbakterien ideal. Legionellen verursachen beispielsweise das Pontaic-Fieber, sowie die Legionärskrankheit und sind daher besonders für Babys und Kleinkinder ein enormes Risiko.

Im vergangenen Jahrhundert traten aber auch immer wieder Cholera, Ruhr und in allen großen Städten endemischen Typhus in Europa  auf.



Viren

(HEPATITIS A, NORWALK-VIRUS, ROTA-VIRUS, POLIO-VIRUS)

Viren sind winzige Parasiten von 0,02 - 0,2 Mikron Größe. Sie können sich nur in lebenden Zellen vermehren, da sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie können ebenfalls über tierische und menschliche Fäkalien ins Trinkwasser gelangen.
Besonders gefährdet sind Wasserquellen in der Nähe von Siedlungsgebieten, wo Abwasser ins Trinkwasser gelangen kann.



Weltweite Verteilung

Je nach Land und Kontinent ist mit unterschiedlichen Krankheitserregern im Trinkwasser zu rechnen. Die Weltkarten bieten einen groben Überblick über die Verbreitung der häufigsten Krankheiten.